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Jetzt bin ich frei?

1998 schrieb ich den Song „Jetzt bin ich frei“, der seitdem viele Konzerte beendete. Trotzdem sollte es noch lange Jahre dauern, bis ich durchschauen sollte, dass dies wirklich der Wahrheit entspricht…

Der Song „Jetzt bin ich frei“ formuliert einen Wunsch, der in fast jedem Menschen zu finden ist – WIRKLICH frei zu sein! Verrückt und paradox ist es, dass diese Freiheit schon Realität ist – für jeden – und (nur) jetzt. Verrückt ist aber auch, dass niemand „jetzt bin ich frei“ sagen kann, denn diese Realität offenbart sich zusammen mit der Erkenntnis, dass es gar kein „ich“ gibt… Es lässt sich also nur sagen: „Freiheit ist da“ oder (die Sprache ist da noch nicht ganz so weit. „Jetzt bin frei“…). Auch dies steckte schon immer in dem Text drin, nur dass ich es stets nur intellektuell verstanden hatte…

Dieser Blog (na ja, es gibt noch nicht viel zu lesen, aber der Anfang ist gemacht) widmet sich also Aspekten rund um dieses „Aufwachen“ bzw. das Durchschauen der Ich-Illusion. Hast du Fragen dazu?

Was muss oder kann ich tun, um „aufzuwachen“?
DU kannst gar nichts dazu tun. Es geschieht, wenn die Zeit reif ist und das Interesse für diese „Sache“ überhaupt vorhanden ist…

Weshalb ist Freiheit da, wenn erkannt wird, dass es kein ich gibt?
Es ist die gleiche Freiheit, die du hast, wenn du einen Film anschaust. Egal, was im Film passiert, du weißt, dass es dich nicht betrifft. Das heißt, du kannst dich amüsieren – oder gruseln – und den Film genießen, ohne dich darin zu verstricken. Ein „ich“, dass es nur als Vorstellung gibt, kann auch nicht in Gefahr geraten…

Gibt es Hilfestellungen?
Auf der Seite http://liberationunleashed.com kannst du, wenn du möchtest, um einen Guide bitten, der dich begleitet und anleitet, die Ich-Illusion zu durchschauen. Es gibt auch Bücher zum Thema, wer sich erst einmal langsam damit befassen möchte.

Obwohl ich vorher 20 Jahre lang (nach dem Lesen der Bücher über Ramana Maharshi und Nisargadatta Maharaj) der Frage „Wer bin ich?“ nachgegangen bin, hat dies kein „Erkennen“ bewirkt. Ich hatte zwar kein ich gefunden, „mich“ aber immer noch für den Suchenden gehalten. Mit Hilfe eines Guide konnte ich dann die simple wie verblüffende Wahrheit erkennen: Ein „ich“ ist weit und breit nicht in Sicht!

Zwar lösen sich die Muster des Ego nicht von heute auf morgen auf, es geht also nicht um eine plötzliche „Erleuchtung“, ein Feuerwerk, eine riesige Welle der Glückseligkeit, eine spirituelle Ordensverleihung oder ähnliches (leider 🙂 ). Nein, es geht zunächst nur um die subtile Erkenntnis, dass dieses Fahrzeug ohne Fahrer unterwegs ist. Und um die Verblüffung, dass trotzdem (oder gerade deshalb?) alles funktioniert wie bisher.

Zwar erscheint es oft noch so, als ob ein ich vorhanden wäre, aber dieses existiert nur als Vorstellung. Das kann jederzeit (wenn es einmal erkannt wurde) durch einfaches Hinschauen nachgeprüft werden. Es ist wie mit dem Weihnachtsmann: In dem Moment, wo du weißt, dass es ihn nicht gibt, weißt du auch, dass es ihn nie gegeben hat. Und du kannst dich nicht wirklich wieder davon überzeugen, dass er eine Realität ist… Das ist dann vorbei! Im Falle des Weihnachtsmannes schade, im Falle des „ich“ eine wahre Erleichterung…

Wer schreibt diesen Blog?
Es dürfte klar sein, dass es nicht wichtig ist, welche persönliche Geschichte sich hinter dieser scheinbaren Person, die hier schreibt, verbirgt. Es ist nur eine Geschichte. Doch trotzdem dazu ein paar Worte auf der Seite Über mich

Ich wünsche dir viel Spaß und erhellende Momente beim Stöbern in den Beiträgen!